Visiting Malta Music School

vom 16.10.2019

Im Büro mitten auf dem Campus empfing uns der Direktor in seinem Büro, und wir hatten sofort eine Möglichkeit unser Englisch auszuprobieren, zumal uns im Gespräch die Musikschule beschrieben wurde. Natürlich alles in “fluent“ English.

Malta und Gozo haben insgesamt 4 solcher Einrichtungen, 2 Musikschulen, eine der visuellen Künste und eine „school of drama and stage“. Alle werden vom Staat gefördert!

Wir erfuhren von der Entstehung, dem Aufbau und den Mitarbeitern, zwei saßen dabei, die uns durch den gesamten Schulkomplex führten. Die Unterrichtsräume, das Lehrerzimmer, Bibliothek und alle öffentlichen Räume strahlten eine offene und einladende Unterrichtsatmosphäre aus. Die Türen hatten sogar eine gewisse Ähnlichkeit mit den unseren, die Schule liegt von Valetta ähnlich entfernt wie Bannewitz zu Dresden.

Wir konnten Instrumentalunterricht (Geige, Klavier, Querflöte, E-Gitarre, Schlagzeug und Gesang) hospitieren, Fragen stellen, und wir waren wirklich willkommen. Erstaunlich ist es, dass alle Schüler ab dem 7. Lebensjahr zusätzlich und umfassend in Musiktheorie, Gehörbildung, Formenlehre und sogar Generalbass unterrichtet werden.

Victor Galea erzählte uns nicht ohne Stolz, dass ein System in den letzten 7 Jahren eingeführt wurde, dass die Kinder und Jugendlichen vom 7. Lebensjahr bis zum Abschluss unterrichtet, wobei man nach 3 Jahren bezahltem Unterricht entscheidet, ob man den legeren “Freizeit”-Unterricht weiterführt, oder die professionelle Ausbildung wählt. Damit sind natürlich auch Regeln und Prüfungen verbunden, wenn ein Schüler 3mal fehlt, gibt es bereits Konsequenzen.

Dafür wird die Ausbildung, natürlich bei bestandener Aufnahmeprüfung und Eignung, finanziert. Die Listen sind stets voll und beide Inseln haben regen Nachwuchs.

Interesse zeigte die Leitung an unserer Schule und unseren Fächern, es wurde sich richtig Zeit genommen und nach unseren Erfahrungen in Methoden und Unterrichtspraxis gefragt.

Das Musizieren kam natütlich auch nicht zu kurz. Ob im Schlagzeugunterricht oder am Akkordeon, man machte Musik miteinander gleich spontan vor Ort. Als er erwähnte, dass in ca. 20 Minuten der Kinderchor zusammen kommt, bekam ich die Möglichkeit ein „warm up“ mit den Schülern im Alter von 7-14 Jahren zu gestalten.

Die Lehrerin stellte uns als Gäste vor, fragte, wo denn Deutschland liegen würde und bat die Schüler darum, ihre Handys auszuschalten, da es ein gemeinsames Arbeiten sein sollte. Es war ein Spaß, die Kinder neugierig und aufmerksam zu erleben, englisch zu kommunizieren und viel mit Bewegung zu arbeiten. 

Jana Köbsch improvisierte aus dem Stegreif am Klavier und wir wurden sehr deutlich ermutigt, den Kontakt zur Schule aufzunehmen, um auch in Zukunft Methoden und Erfahrungen auszutauschen.

Mit dem Ohrwurm und Motto des Tages! ”A Song is like an Apple“ schlugen wir uns durch den Busverkehr zurück nach Bugibba. Tolle Eindrücke und vor allem Spaß an der Musik und professionelle Ausbildung!

Kerstin Döring

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